Gesundheit und Pflege


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Im Mittelpunkt unserer Gesundheitspolitik stehen Patient und Patientin. Wir setzen Anreize, damit sich eine flächendeckende Versorgung mit Ärzten sicherstellen lässt. Außerdem müssen die Wartezeiten für gesetzlich Versicherte verkürzt werden. Eine zentrale Terminstelle der Kassenärztlichen Vereinigung soll Behandlungstermine mit einem maximalen Wartezeitraum von 4 Wochen vermitteln. Ist dies nicht möglich, soll dem Patienten die Möglichkeit gegeben werden zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus zu gehen.

Schnellere Termine beim Facharzt
Wer gesetzlich versichert ist, soll künftig höchstens vier Wochen auf einen Facharzttermin warten müssen. Findet ein Patient in einem dringenden Fall keinen Facharzt, wird ihm innerhalb einer Woche ein Termin von einer Terminservicestelle der Kassenärztlichen Vereinigungen vermittelt.

Flächendeckende Versorgung
In Regionen, die ärztlich unterversorgt sind, bekommen Patientinnen und Patienten künftig vereinfachten Zugang zur ambulanten Behandlung in Krankenhäusern. Außerdem werden in überversorgten Gebieten Praxen nur dann nachbesetzt, wenn dies für die Versorgung der Patienten auch sinnvoll ist. Damit soll die Landflucht der Ärzte gestoppt werden.

Neuer Pflegebegriff
Ab 2017 werden fünf sogenannte Pflegegrade die bisherigen drei Pflegestufen ablösen. Dabei werden im Gegensatz zum bisherigen System nicht nur die körperlichen Einschränkungen, sondern auch geistige und psychische Beeinträchtigungen berücksichtigt. Außerdem setzt die Unterstützung früher an, denn der Pflegegrad 1 erreicht Menschen, die bisher keine Leistungen aus der Pflegeversicherung erhalten haben. Sie bekommen künftig deutlich mehr Unterstützung bei baulichen Anpassungen in der Wohnung oder etwa Begleitung bei Spaziergängen. Alle, die bisher schon Leistungen erhalten, werden durch die Reform nicht schlechtergestellt.

Wertschätzende Pflege
Seit dem 1. Januar 2015 erhalten Pflegebedürftige bessere Leistungen, pflegende Angehörige und Pflegefachkräfte wurden entlastet. Die Leistungsbeträge steigen um vier Prozent. Die Leistungen in der häuslichen Pfl ege werden flexibilisiert, Demenzkranke besser unterstützt. Außerdem stärken wir die Qualität
der stationären Pflege.

  • SPD: Bürgerversicherung statt Zwei-Klassen-Medizin
    Auch wenn eine Reform des Gesundheitssystems in der aktuellen Koalition mit der CDU nicht möglich ist, ist die SPD weiterhin davon überzeugt, dass die Bürgerversicherung der einzig soziale und gerechte Weg ist, um das Zwei-Klassen-System innerhalb unseres Gesundheitssystems abzuschaffen. Dazu stehen wir! SPD: Bürgerversicherung statt Zwei-Klassen-Medizin

    Ein erster Schritt ist das Versorgungsstärkungsgesetz mit klarer SPD-Handschrift: Versorgungsstärkungsgesetz